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Dach sanieren in Dortmund: Ablauf, Zeitpunkt und worauf Hausbesitzer achten

Ob eine Dachsanierung in Dortmund ein Steildach oder ein Flachdach betrifft, verändert fast alles: Aufbau, Ablauf, Dauer und die Frage, woran man den Schaden überhaupt erkennt. Der Wiederaufbau nach dem Krieg hat im Stadtgebiet viele Gebäude mit flachen oder flach geneigten Dächern hinterlassen, daneben steht erhaltener Gründerzeitbestand mit klassischen Steildächern. Der erste Schritt ist deshalb immer die nüchterne Bestandsaufnahme durch einen Fachbetrieb — und danach lohnt der Blick auf das, was der Bautyp jeweils mitbringt.

Flachdach: die Abdichtung ist alles

Ein Flachdach hat keine Deckung, die Wasser ableitet, sondern eine Abdichtung, die es fernhält. Damit gibt es keine Redundanz: Wo die Abdichtungsebene versagt, tritt Wasser ein. Übliche Schwachpunkte sind Nähte, Randabschlüsse, Anschlüsse an aufgehende Wände und alles, was die Fläche durchdringt.

Ein zweiter Punkt ist die Entwässerung. Flachdächer haben ein geringes, aber notwendiges Gefälle zu den Abläufen hin. Verstopfen diese, oder haben sich über die Jahre Senken in der Fläche gebildet, steht Wasser. Stehendes Wasser allein ist noch kein Schaden, es belastet die Abdichtung aber dauerhaft und findet jede Schwachstelle. Wer ein Flachdach hat, sollte die Abläufe regelmäßig kontrollieren lassen — das ist die günstigste Maßnahme im ganzen Bereich.

Tückisch ist, dass sich Wasser unter der Abdichtung seitlich bewegt. Der Fleck an der Zimmerdecke liegt selten unter der undichten Stelle. Ein Fachbetrieb sucht deshalb nicht dort, wo es tropft, sondern arbeitet sich systematisch über die Fläche.

Nachkriegsbauten und ihre typischen Themen

Gebäude aus der Wiederaufbauzeit wurden zügig und unter knappen Bedingungen errichtet. Das ist keine Abwertung — vieles davon steht bis heute solide. Es heißt aber, dass Dämmung damals eine andere Rolle spielte als heute und dass viele dieser Dächer im Lauf der Jahrzehnte mehrfach überarbeitet wurden.

Bei der Sanierung stößt man daher oft auf Schichten: eine Abdichtung über der anderen, dazwischen Materialien, die niemand mehr zuordnen kann. Vor der Planung gehört deshalb eine Öffnung der Fläche dazu, damit klar ist, was tatsächlich vorhanden ist. Erst dann lässt sich entscheiden, ob eine Sanierung auf dem Bestand möglich ist oder ob alles herunter muss. Rechnen Sie außerdem damit, dass sich die Entsorgung nach dem richtet, was gefunden wird — bei älteren Aufbauten ist eine Untersuchung des Materials nicht ungewöhnlich.

Was der Untergrund mit dem Dach zu tun hat

In Teilen des Ruhrgebiets sind Bergsenkungen aus dem früheren Bergbau ein Thema. Ob ein bestimmtes Grundstück betroffen ist, lässt sich pauschal nicht sagen und gehört zu den Punkten, die man bei den zuständigen Stellen erfragt statt vermutet.

Für das Dach ist der Zusammenhang trotzdem nachvollziehbar: Bewegt sich ein Gebäude, entstehen Spannungen, und die zeigen sich zuerst an den steifsten und den empfindlichsten Stellen — an Anschlüssen, an Übergängen zwischen Bauteilen, an Rissen im Mauerwerk, die dann Wasser weiterleiten. Wenn an Ihrem Haus solche Auffälligkeiten bestehen, sollte der Dachdecker davon wissen. Eine Abdichtung lässt sich beweglicher ausführen, wenn man vorher weiß, dass Bewegung zu erwarten ist.

Ausbessern oder erneuern?

Die Antwort hängt weniger vom Alter ab als vom Zustand und vom Ziel:

  • Ausbessern reicht, wenn der Schaden örtlich begrenzt ist, die übrige Fläche intakt und die Dämmung trocken.
  • Erneuern ist sinnvoll, wenn die Fläche großflächig erschöpft ist, Feuchtigkeit in der Dämmung sitzt oder Sie ohnehin energetisch nachrüsten wollen.

Nasse Dämmung ist dabei das entscheidende Kriterium. Sie trocknet in einem geschlossenen Aufbau in der Regel nicht von selbst aus. Eine neue Abdichtung darüber schließt das Problem nur ein — dann ist die Reparatur bezahlt und der Schaden bleibt.

Fazit

In Dortmund lohnt es sich, die Sanierung vom Bautyp her zu denken. Beim Flachdach steht die Abdichtung samt Entwässerung im Mittelpunkt, beim Steildach die Deckung und ihre Detailpunkte. Bei Nachkriegsbauten sollte die Fläche geöffnet werden, bevor geplant wird. Und wenn es Hinweise auf Bewegungen am Gebäude gibt, gehören sie ins Gespräch mit dem Betrieb — nicht in die Kategorie „wird schon nichts sein".

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